Hausbachklamm
aus der Reihe"Geopark Allgäu" von
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Der Koloss von Oberreute
(Fund von Resten einer römischen Kolossal Statue bei Oberreute - ca. 22 m hoch)

Nach einem Hochwasser 1994 wurden Reste einer Kolossal Statue im Hausbach von Weiler gefunden. Offensichtlich handelt es sich hier um ein Relikt aus der Römer Zeit, wo sich im Bereich von Oberreute ein bedeutendes kulturelles Zentrum befunden haben muss. Ähnlich der Siedlung Cambodunum im "Archäologischer Park Cambodunum" (APC) in Kempten

Bei dem Fund handelt es sich um die grösste römische Statue nördlich der Alpen.

Auf Grund mangelnder Mittel des Archäologischen Landesamtes Bayerns konnten umfangreiche Grabungen bisher noch nicht durchgeführt werden.

Nur dem Archäologen Prof. Pfanner (Neuhaus - Gde. Scheidegg) ist es zu verdanken, das ein bedeutendes Stück (Kopf) des Kolosses von Oberreute der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Der Römerkopf aus dem Allgäu wurde mit Hilfe vieler Freiwilliger aus dem Hausbach geborgen, nachdem ein Hochwasser die Nase freigelegt hat.
Das bayerische Alpenvorland wurde im Jahr 15 v. Chr. durch die Stiefsöhne des Kaisers Augustus (30 v.Chr. - 14 n. Chr.), Drusus und Tiberius erobert und wenig später als Provinz Raetia (et Vindelicia) dem römischen Weltreich einverleibt.

Nach jüngsten Erkenntnissen befand sich im Bereich der oberen Hausbachklamm eine grosse römische Festung, die mit einer Kolossalstatue in Richtung Norden ihre Feinde (Ab)schrecken wollte. Die Statue stellte den Kaiser Augustus (30 v. Chr. bis 14 n. Chr.) dar. Die Besiedlung des Westallgäus durch die Römer ist damit etwa 20 Jahre früher, als bisher bekannt, anzugeben.

Über den Sinn einer Kolossalstatue kann nur spekuliert werden, da weitere Teile dieses antiken Puzzels bisher nicht gefunden wurden.

Gezielte Ausgrabungen konnten nicht erfolgen, da die nötige Zustimmung durch die Grundstückbesitzer und die Untere Naturschutzbehörde Lindau bisher verweigert worden ist.

Mitarbeiter von Prof. Pfanner restaurierten den Rest der Kolossalstatue 1994 in ihrer Werkstatt und unternahmen auch die erforderliche Altersbestimmung nach der Radio-Carbon-Halon-Methode. Das Alter der ersten Bearbeitungs Spuren konnte in etwa auf die Geburt von Kaiser Augustus in Rom eingeschränkt werden.
Informationen über Details der antiken monolithischen Herstellung des Koloss von Oberreute gibt Ihnen gerne das Büro von Dr.Pfanner selber.
Vor dessen Büro ist die historische Sensation frei zugänglich und ohne Gebühr zu besichtigen.
Der antike Marmor-Kopf des Kaisers AUGUSTUS (regiert 30 v.-14 n. Chr.), wird momentan mit Fördergeldern des UNESCO-Projekts MAMI (Marmor in Mitteleuropa) von der Firma Pfanner GmbH restauriert.
Wissenschaftlich-literarische Begleitung : M. Reich-Ranicki, FAZ
Schirmherrin: Sophia Loren, Rom und Genf

Momentan finden am „Enschenstein“ weitere Ausgrabungen statt, da Teile des rechten Fußes und der linken Hand (einschl. Unterarm) entdeckt wurden. Wegen speziellen Führungen wenden Sie sich bitte an das Fremdenverkehrsamt Weiler (Tel. 08387/391-50).

Geführte Nachtwanderungen (mit Fackeln) auf spezielle Anfrage.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den Hersteller Dr.Pfanner GmbH:

Michael Pfanner S.A.
Prof. Dr. phil. Dipl.-Ing. f. Architektur - Archäologe - Dozent an der Universität Leipzig
Neuhaus 24
D-88175 Scheffau/Allgäu
Tel.08387 2246

Fakten und Zahlen:

- über 1000 Arbeitsstunden
- 5,5 t Gesamtgewicht
- erstmalig Hausbachklamm 1994
- danach vor "Gasthof Traube"
- jetzt in Neuhaus an der Werkstatt

Möchten Sie mehr erfahren zum Römerkopf im Westallgäu -> Augustus Archiv (Schriftverkehr zum Fund)

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Aktualisiert am 01.04.2007